Aktivitäten

Helikopterflug

Eine Gruppe von Mitgliedern beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren intensiv mit dieser anspruchsvollen Sparte des Modellflugs und bringt entsprechend viel Erfahrung mit. Modellhelikopter werden heute überwiegend elektrisch angetrieben. Leistungsfähige Elektromotoren und moderne Akkus ermöglichen beeindruckende Flugleistungen und haben den Betrieb gleichzeitig einfacher und leiser gemacht. Daneben gibt es aber nach wie vor Helikopter mit Verbrennungsmotoren und selbst Modelle mit echten Turbinen trifft man an.

Während die einen mit originalgetreuen Scale-Modellen ein möglichst realistisches Flugbild zeigen, begeistern die anderen mit extrem wendigen 3D-Helikoptern und spektakulären Kunstflugfiguren. Das sichere Beherrschen eines Modellhelikopters verlangt viel Konzentration und Übung, denn im Gegensatz zu einem Flächenflugzeug stabilisiert er sich kaum von selbst und erfordert fast ständig kleine Steuerkorrekturen. Moderne Stabilisierungssysteme erleichtern das Fliegen zwar erheblich, nehmen dem Modellpiloten aber nicht die ganze Arbeit ab.

Flächenflug

Die Mehrheit der Modellpiloten fliegt Modelle von Flächenflugzeugen. Nicht erstaunlich, denn Flächenflugzeuge sind die am weitesten verbreitete Kategorie von Luftfahrzeugen. Der Begriff beschreibt alle Flugzeuge, die mit festen Tragflächen ausgestattet sind, im Gegensatz zu Hubschraubern oder Multikoptern, die durch Rotoren in der Luft gehalten werden. Flächenflugzeuge erzeugen durch ihre Tragflächen den nötigen Auftrieb, der sie in der Luft hält, während sie sich durch die Vorwärtsbewegung mittels Propeller- oder Düsentriebwerk fortbewegen. Und wie funktioniert das bei Segelflugzeugen, die ja keinen offensichtlichen Antrieb haben? Hier sorgen Thermik und die Schwerkraft für die nötigen Kräfte.  

Drohnen und Quadcopter

Ab und zu sieht man Modellpiloten von Drohnen oder Quadcoptern auf dem Modellflugplatz, die häufig mit einer Kamera ausgestattet sind. Landläufig wird von Drohnen gesprochen, doch wenn man ins Gespräch mit den Modellpiloten kommt, wird einem meistens schnell erklärt, dass sie Quadcopter steuern, eine spezielle Drohnenart mit vier Rotoren. Die Faszination am Fliegen dieser Modelle liegt in der Kombination aus Technik, Steuerung und der einzigartigen First Person View (FPV)-Perspektive aus der Luft, sei es für Luftaufnahmen, FPV-Rennen oder einfach zum Spass. Beim FPV-Flug mit Videobrille erlebt man das Fliegen aus der Ego-Perspektive, muss aber gesetzliche Regeln wie maximale Flughöhe, Flugverbotszonen und die Notwendigkeit eines Spotters beachten.

Mit Drohnen gedrehte Videos zeigen eindrucksvoll, welche Möglichkeiten moderne Technik bietet. Sie reichen von atemberaubenden Luftaufnahmen und dynamischen Kamerafahrten bis hin zu spektakulären Verfolgungsflügen von Modellflugzeugen, die noch vor wenigen Jahren kaum denkbar waren.

Bicopter

Der Bicopter, auch Duocopter, ist eine innovative Drohnenart mit nur zwei Rotoren im Gegensatz zu herkömmlichen Quad- oder Hexacoptern. Durch ein ausgeklügeltes Neigungs- und Ausgleichssystem kann er dennoch stabil fliegen und manövrieren.

Der Bicopter überzeugt durch sein geringes Gewicht, hohe Energieeffizienz und ein einfaches Design, was ihn wartungsfreundlich und besonders wendig macht. Allerdings erfordert seine Steuerung komplexe Technik, bietet nur begrenzte Nutzlastkapazität und ist aufgrund seiner noch geringen Verbreitung in puncto Ersatzteile und technischer Unterstützung eingeschränkt.

Bicopter wird man zukünftig wohl auch auf dem Modellflugplatz Süessblätz im Flug sehen können.

Segelflugschlepp

Während der wärmeren Jahreszeiten treffen sich Kollegen mit Segelflugmodellen ohne eigenen Motorantrieb. Diese werden von einem gut motorisierten Motormodell in die Höhe geschleppt, um nach dem Ausklinken vom Schleppseil mit viel Geschick und Erfahrung die Aufwinde (Thermik) zu nutzen, die sie in der Luft halten, bis sie letztlich sicher und präzise zur Landung zurückkehren.

Hangsegeln

Am Süessblätz gibt es keine Möglichkeit zum Hangsegeln. Deshalb organisiert der Vorstand jeweils Flugtage an Hängen in der Region, die bei Modellsegelflugpiloten für ihre guten Windverhältnisse bekannt sind.

Beim Hangsegeln kommen sehr oft Segelflugmodelle ohne Motor zum Einsatz. Umso wichtiger ist die Wahl des richtigen Hangs: Je nach Windrichtung wird ein Gelände gewählt, an dem der Wind auf den Hang trifft und nach oben abgelenkt wird. In diesen Aufwinden können die Segler steigen oder sich lange in der Luft halten. Kommt bei sonnigem Wetter zusätzlich noch Thermik dazu, sind die Bedingungen umso besser.

Die Modelle werden meist von Hand gestartet. Und natürlich kann es auch einmal vorkommen, dass ein Segler nach einer Aussenlandung weiter unten am Hang oder in der Ebene liegt, dann heisst es, sich zu Fuss auf den Weg zu machen und das Modell zurückzuholen.

Wasserflug

Mit Wasserflugmodellen zu starten und nach dem Flug wieder sanft auf dem Wasser aufzusetzen, hat seinen ganz eigenen Reiz. Da Wasserfliegen nicht an allen Gewässern in der Schweiz möglich ist, kennt unser Grüppchen von Wasserflugpiloten einige bewährte Plätze an verschiedenen Seen.

VTOL

Ein kleines Grüppchen von Vereinsmitgliedern hat sich auf den anspruchsvollen Bereich VTOL (Vertical Take-Off and Landing) spezialisiert. Mit viel Know-how und Leidenschaft tüfteln sie an dieser faszinierenden Technik und pflegen den Austausch mit anderen VTOL-Begeisterten weit über die Landesgrenzen hinaus. Die Modelle sind zumeist Eigenentwicklungen und entstehen teilweise im 3D-Drucker, bevor sie mit Elektronik, Antrieb und Flugsteuerung komplettiert werden.

Dabei geht es längst nicht mehr nur um den eigentlichen Modellbau. Einen ebenso wichtigen Stellenwert nehmen die Programmierung und Parametrierung der Flugsteuerungssoftware ein, welche das präzise Zusammenspiel der Antriebe sowie den sicheren Übergang zwischen Schwebeflug und Vorwärtsflug überhaupt erst ermöglichen.

Der Bau und insbesondere die Abstimmung eines VTOL-Modells gehören zu den anspruchsvollsten Disziplinen im Modellflug. Der nahtlose Übergang vom senkrechten Schwebeflug in den horizontalen Vorwärtsflug stellt hohe Anforderungen an Konstruktion, Schwerpunkt, Flugsteuerung und Software. Bereits kleine Ungenauigkeiten können das Flugverhalten erheblich beeinflussen. Umso beeindruckender ist es, wenn ein selbst entwickeltes Modell zuverlässig startet, sauber in den Vorwärtsflug übergeht und anschliessend präzise wieder senkrecht landet.

Wie eindrucksvoll ein erfolgreich abgestimmtes VTOL-Modell fliegt, zeigt das folgende Video.

Hallenflug

Der Hallenflug mit Modellflugzeugen findet in den kälteren Jahreszeiten statt und ermöglicht mit einfachen, oft selbstgebauten Modellen das Fliegen in einer entspannten und wetterunabhängigen Atmosphäre. Als Halle dient meist eine Turnhalle in der Umgebung, die von einem Vereinsmitglied organisiert wird. Und natürlich kommt dabei auch der Spass nicht zu kurz.

Vom Hallenfliegen und anderen Aktivitäten gibt es noch viele interessante Fotos, sowohl von früher bis ganz aktuell.